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Viehscheid in Hinterstein – der Abschied vom Alpsommer

Am Ende des ca. 100-tägigen Alpsommers ziehen die Hirten mit ihren Jungviehherden bereits einige Tagen vor dem jährlichen Viehscheid am 11. September von den Bergen und Alpen rund um Hinterstein ins Tal zurück, wo sie bis zum großen Festtag weiden. Spätestens dann beginnen auch die Vorbereitungen für das Fest wie in Hindelang.

Am Vortag des Viehscheids werden den Tieren die großen Zugschellen angelegt. Früh am Scheidtag werden die Tiere von ihren Hirten geweckt und ans hintere Ortsende von Hinterstein getrieben. War es ein guter Alpsommer und die Herde hat keine Verluste an Mensch und Tier zu beklagen, erhält das Leitrind einen Kranz und wird mit einem üppigen Kopfschmuck herausgeputzt. Der Kranz wird mit viel Liebe aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten. 

Meist enthält er ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gefleht wird. Auch ein Spiegel zur Abwehr böser Geister gehört in den Kranz. Nachdem auch die Hirten in ihr Festtagsgewand geschlüpft sind, zieht eine Herde nach der anderen, etwa im Stundentakt, von Hinterstein talauswärts Richtung Bad Oberdorf und Bad Hindelang, wo sie von den begeisterten Zuschauern am Viehscheidplatz auf der Aach begrüßt werden. Dort wird die Herde aufgelöst, das heißt das Vieh „geschieden“ und wieder an die einzelnen Bauern übergeben. 

Benannt sind die Herden im Hintersteiner Gebiet nach den jeweiligen Alpen bzw. den so genannten Bergen: Erzberg, Kühbach, Stierbach und Platte.