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Vieh­scheid im Allgäu

Das große Fest im Ostrachtal

Es ist ein kühler Herbstmorgen, Ihr steht an der großen Wiese am Rande von Bad Hindelang und wartet gespannt, den Blick nach Westen in die Berge gerichtet. Langsam dringt ein Geräusch an Eure Ohren – ein dumpfes Läuten, das immer lauter und lauter wird. Die Spannung steigt – dann taucht sie endlich auf, die Viehherde, angeführt vom prächtig geschmückten Leittier. Die Leiber dampfen in der kalten Morgenluft und bilden einen weißen Nebel, der sich über der Herde erhebt. Ihr bekommt Gänsehaut – so nah dabei zu sein, ist einfach ein atemberaubendes Erlebnis. Das ist der Viehscheid – so wird der Almabtrieb im Allgäu genannt – eine der bekanntesten Allgäuer Traditionen. 

Termin Viehscheid in Bad Hindelang

In Bad Hindelang findet der Viehscheid jedes Jahr am 11. September statt und wird von den Einheimischen salopp nur als „d´r Schaid“ bezeichnet. Es ist das größte Fest des Tales, das so sehr mit der Landwirtschaft verbunden ist. Der 11. September gilt in Bad Hindelang als Feiertag. Auch die Schulen geben frei, wenn nicht ohnehin noch Sommerferien sind. Nur wenn der 11. September auf einen Sonntag fällt, wird er auf den vorangehenden Samstag, also den 10. September verschoben.

  • Aufgrund der aktuellen Situation ist der Viehscheid für das Jahr 2021 leider abgesagt!

Im Sommer auf dem Berg, im Winter im Tal

Im Frühsommer jeden Jahres wird das Allgäuer Jungvieh zur „Sommerfrische“ auf die Berge geschickt, wo kraftvolles Futter und frische Luft auf sie warten. Auf der Alpe gesömmertes Vieh gilt als besonders gesund und widerstandsfähig. Dabei unterscheidet man zwischen Galt-Alpen (nur Jungvieh) und Senn-Alpen (Kühe, deren Milch an Ort und Stelle zu Butter und Käse verarbeitet wird). Nach ca. 100 Tagen in den Bergen kehrt das Vieh zusammen mit den Hirten wieder in das Tal zurück und wird dort „geschieden“, d.h. seinem jeweiligen Besitzer wieder zurückgegeben.

Vieh­scheid in Bad Hinde­lang

Programm und Ablauf

Schon einen Tag vorher beginnt ein emsiges Treiben: Die Tiere werden herausgeputzt, die großen Schellen (Zugschellen) angelegt und das Leittier mit einem prächtigen Kranz geschmückt. Letzteres allerdings nur dann, wenn während des Sommers kein Unfall, zum Beispiel durch Blitzschlag oder Absturz eines Tieres, passiert ist. Der Kranz in Form einer Krone enthält meist ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gebeten wird. Auch ein Spiegel zur Abwehr böser Geister gehört in den Kranz.

Am Tag des Viehscheids treffen dann ab 08.30 Uhr die Herden am Scheidplatz an der Hornbahn ein. Schon von Weitem ist das Schellen- und Glockengeläut zu hören, angeführt vom stolzen Kranzrind. In Bad Hindelang treffen jedes Jahr ca. 1.000 Stück Vieh der fünf Galt-Alpen im Abstand von einer Stunde ein und werden von den Hirten wieder in die Hände ihrer Besitzer zurückgegeben.

Verbunden mit dem Viehscheid ist auch immer ein großer Krämermarkt mit Festzelt, Verkaufsständen, Fahrgeschäften und vielem mehr.

1000 Stück Vieh

kommen am Viehscheid wieder im Tal an.

5 Alpen

bringen ihre Tiere zum Viehscheidplatz: Alpe Hasenegg, Alpe Stierbach, Alpe Kühbach, Alpe Platten und Alpe Erzberg.

122 Stände

mit allem, was das Herz begehrt, erwarten Euch auf dem großen Krämermarkt.

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